WTO Moot Court 2025/2026
Wir danken der Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt, ohne deren Unterstützung die Teilnahme am Wettbewerb nicht möglich gewesen wäre.
Sachbericht
Wir, Eric Bregulla, Max Müller und Benjamin Kersch, erhielten die Möglichkeit, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im 24. Durchgang der John H. Jackson Moot Court Competition zu vertreten. Über mehrere Monate hinweg setzten wir uns intensiv mit komplexen Fragestellungen des Internationalen Wirtschaftsrechts auseinander, erarbeiteten umfangreiche Schriftsätze und bereiteten uns gezielt auf die mündlichen Verhandlungen vor.
Der diesjährige Fall stand im Spannungsfeld von Rohstoffsicherung, Nachhaltigkeit und handelspolitischen Schutzmechanismen. Im Zentrum stand ein WTO-Streit zwischen den fiktiven Staaten Engeli und Astha, der insbesondere Maßnahmen im Zusammenhang mit kritischen Mineralien, lokalen Beschaffungsanforderungen sowie Fragen verantwortungsvoller Lieferketten betraf. Die Vielschichtigkeit des Falls erforderte eine präzise Auseinandersetzung mit zentralen Normen des GATT 1994 sowie deren Ausnahmen und Rechtfertigungsmöglichkeiten.
Die schriftliche Phase von Oktober bis Januar war geprägt von intensiver Recherche, zahlreichen Diskussionen im Team und der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Argumentationslinien. Dabei wuchsen wir nicht nur fachlich, sondern auch als Team eng zusammen. Mitte Januar konnten wir schließlich unsere Schriftsätze einreichen – ein Meilenstein, der uns gleichermaßen Erleichterung wie Stolz bescherte.
Im Anschluss verlagerte sich der Fokus auf die Vorbereitung der mündlichen Phase. Ein besonderes Highlight war dabei unser Probe-Pleading am 4. März bei Linklaters in Düsseldorf, bei dem wir unter realistischen Bedingungen argumentieren konnten und wertvolles, praxisnahes Feedback erhielten. Diese Erfahrung trug maßgeblich dazu bei, unsere Argumentationsstruktur weiter zu schärfen und unser Auftreten zu professionalisieren.
Vom 10. bis 14. März nahmen wir schließlich an der Regionalrunde in Oslo teil. In den Wochen zuvor arbeiteten wir intensiv an unseren Plädoyers, führten zahlreiche Probeverhandlungen durch und profitierten insbesondere vom Austausch mit ehemaligen Moot-Teilnehmern. In Oslo trafen wir auf starke Teams aus ganz Europa und konnten uns in spannenden Verhandlungen behaupten. Neben den fachlich anspruchsvollen Pleadings war insbesondere der persönliche Austausch ein prägender Bestandteil der Erfahrung. Ein gemeinsamer Barabend sowie ein festliches Dinner boten hervorragende Gelegenheiten, mit anderen Mooties und den Panelists ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus blieb auch Zeit, die Stadt Oslo zu erkunden und Einblicke in das studentische Leben vor Ort zu gewinnen, was die Woche zusätzlich bereicherte.
Abschließend möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die uns auf diesem Weg unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt den Anwältinnen und Anwälten von Linklaters in Düsseldorf für das aufschlussreiche Probe-Pleading und ihre wertvolle Unterstützung. Ebenso danken wir den former Mooties für ihre hilfreichen Einblicke und ihr kontinuierliches Feedback. Dem Lehrstuhl, insbesondere Robert Richter, danken wir für die engagierte Begleitung und organisatorische Unterstützung. Unser großer Dank gilt außerdem unserem Coach Millan Bederu für ihre intensive Betreuung sowie Prof. Dr. Christian Tietje für die fortwährende Unterstützung. Nicht zuletzt möchten wir auch allen Sponsoren danken, die unsere Teilnahme ermöglicht haben. Die Teilnahme am John H. Jackson Moot Court war für uns eine äußerst intensive und lehrreiche Erfahrung. Sie hat uns nicht nur vertiefte Kenntnisse im internationalen Wirtschaftsrecht vermittelt, sondern auch unsere Fähigkeiten in Teamarbeit, strategischer Argumentation und freiem Vortrag nachhaltig gestärkt. Wir können die Teilnahme allen Studierenden empfehlen, die sich für internationales Wirtschaftsrecht interessieren und sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln möchten.
Foto ELSA Norway; v.l.n.r.: Benjamin Kersch, Max Müller und Eric Bregulla während des Pleadings
Das Team auf dem Weg zum ersten Pleading, v.l.n.r.: Eric Bregulla, Max Müller und Benjamin Kersch





