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Prof. Dr. Christian Tietje

Juristischer Bereich
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
(Juridicum)
Universitätsplatz 5
D-06108 Halle (Saale)

Tel.: +49-(0)345-5523180
Fax: +49-(0)345-5527201
E-Mail: christian.tietje@jura.uni-halle.de

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Studiengang Wirtschaftsrecht

Studiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.oec.)

Der Ergänzungsstudiengang Wirtschaftsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vollendet soeben sein sechstes Studienjahr. Waren es im Jahr der Gründung gerade 20 Studierende aus den Reihen der hiesigen Juristenfakultät sind es heute mehr als 100 aus ganz Deutschland sowie auch aus dem Ausland, die einen neuen Weg in der Juristenausbildung beschreiten. Über die Notwendigkeit von Veränderungen in der herkömmlichen Juristenausbildung wird seit gut einem Jahrzehnt diskutiert. An der MLU wurde 1997 unter Federführung von Prof. Dr. Dr. Stefan Grundmann der Studiengang Wirtschaftsrecht ins Leben gerufen - "ein Zusatzstudiengang, der der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt Rechnung trägt" (FAZ v. 24.01.1998).

Die in- und ausländischen Studierenden des Studienganges können Zusatzqualifikationen in allen Hauptbereichen des nationalen, europäischen, transnationalen und internationalen Wirtschaftsrechts erwerben. Gelernt werden aber auch wichtige wirtschaftswissenschaftliche Methoden und Fächer. Die Regelstudienzeit beträgt 2 Jahre. Neben einer Vielzahl von Pflichtfächern bleibt den Studierenden genügend Raum, um ihren Fächerkanon - ausgerichtet nach deren späteren Berufswünschen - individuell zu gestalten. So legen manche ihren Schwerpunkt auf das Steuerrecht, das Konzernrecht oder auch das internationale Wirtschaftsrecht. Wieder andere konzentrieren das Studium auf die wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. Die wenigsten geben sich allerdings mit dem Pflichtprogramm zufrieden. Vielmehr wird von den Studierenden ein breites Spektrum an wirtschaftsrechtlichen Zusatzqualifikationen angestrebt. Sie zeigen großes Engagement und sind gewillt, sich aus der Masse junger Juristinnen und Juristen hervorzuheben. Durch die Veranstaltung von - für den Studiengang typischen - Praktikerseminaren werden sie dabei unterstützt; denn gerade praxisnah soll die Zusatzausbildung sein. Seit Einführung des Studiengangs finden jedes Semester 2-3 dieser Praktikerseminar statt. Juristen von BMW, IBM, KPMG, Siemens u.a. sowie Anwälte aus wirtschaftsrechtlich ausgeprägten Großkanzleien wie (ehemals) Gaedertz und Hengeler Müller vermitteln den Studierenden die Fähigkeit, auf wirtschaftlichem Gebiet planend-gestalterisch zu denken. Die Themenpalette reicht von der Vertragsgestaltung, IT-Outsourcing, Cross-Border-Mergers, der Internationale Anlagenvertrag u.a. bis hin zu Fragen der außergerichtlichen Streitbeilegung und in diesem Zusammenhang dem aktuellen Thema „Mediation“. Des Weiteren finden regelmäßig Vorlesungen in englischer Sprache statt. In Zusammenarbeit mit namenhaften englischen Kollegen fanden in der Vergangenheit unter anderem Veranstaltungen zum European Comparative und English Banking Law sowie zum Comparative and English Company Law statt. Ein regelmäßiger Bestandteil des Vorlesungsangebotes ist auch die Veranstaltung “Introduction to the Common Law Legal System”. Den Studierenden wird also ein breitgefächertes Angebot an Vorlesungen und Seminaren aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts zur Verfügung gestellt. Daneben sind es aber auch die enge Zusammenarbeit mit der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie die intensive Betreuung durch das gesamte Professorenkollegium der juristischen Fakultät, welche ideale Bedingungen für ein erfolgreiches Zusatzstudium schaffen.

Der Studiengang verzeichnet inzwischen über 60 erfolgreiche Absolventen. Ihnen wurden die international anerkannten Titel "LL.M.oec." bzw. “LL.M.oec.int.” verliehen. Die Hälfte davon schloss mit dem Prädikat "summa cum laude" (sehr gut) ab. Nicht selten springt für die Absolventen des Studiengangs beim Berufseinstieg ein Extrabonus in Form einer – im Vergleich zu anderen Einsteigern - erhöhten Vergütung heraus. Die Rede ist von ca. € 7.000 mehr im Jahr. Abgesehen davon, öffnet der erfolgreiche Abschluss des Studiengangs Wirtschaftsrecht häufig erst die Tore zu reizvollen Arbeitsangeboten. Denn trotz behaupteter „Juristenschwämme“ wird auf dem Arbeitsmarkt händeringend nach Fachleuten auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts gesucht.

Bei diesen positiven Zukunftsaussichten für unsere Absolventen verwundert es nicht, dass das Interesse an dem Studiengang Wirtschaftsrecht nicht nur aus den eigenen Reihen kommt. Gerade auch Ökonomen kommen ohne juristisches Werkzeug nicht aus. Dies hat die MLU veranlasst, die Tore des Ergänzungsstudiengangs für Wirtschaftswissenschaftler zu öffnen. Ab Sommer 2001 können auch diese im Wirtschaftsrecht eine Zusatzqualifikation erwerben. So soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen gestärkt werden. Damit wird ein weiterer zukunftsträchtiger Schritt eingeläutet, um den Studierenden der MLU im nationalen und im internationalen Wettbewerb eine hervorragenden Startposition zu ermöglichen.

Weitere Infos hier.